QuartiersNETZ

aktualisiert am 5.01.2019

Das Projekt QuartiersNETZ wollte engagierte ältere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gelsenkirchen sowie Partner aus Forschung und Dienstleistung zusammenbringen, um gemeinsam ein zukunftsweisendes Konzept für die Gestaltung des demographischen Wandels im Ruhrgebiet zu erarbeiten. Ziel des Projektes war ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben im Alter. Dies soll erreicht werden durch eine verstärkte Teilhabe Älterer sowie intensivere Vernetzung der Akteure in ausgewählten Wohnquartieren, aber auch mit Hilfe technischer Unterstützung.

Die Projektidee wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beim Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ aus 78 Vorschlägen unter die besten zwölf gewählt. In einer dreimonatigen Konzeptentwicklungsphase wurde die Idee für die zweite Antragsphase weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Hierzu fanden im Juni und Juli 2013 drei intensive Arbeitstreffen mit mehr als 200 Teilnehmenden statt. Neben den Wissenschaftler/-innen, Dienstleistern und Vertreter/-innen der Stadt bestimmten vor allem die interessierten Seniorinnen und Senioren mit ihren Anregungen und Ideen das Profil des Antrages.

Ende August wurde der Antrag beim Ministerium eingereicht, am 8. Oktober 2013 präsentierte Oberbürgermeister Frank Baranowski das Projekt in Berlin. Am 21. Januar 2014 erhielt Gelsenkirchen die erfreuliche Nachricht, dass es den Zuschlag für die Projektförderung erhalten hat. Nun wurde  mit Tatkraft und Freude in vier ausgewählten Stadtvierteln (Hüllen, Schaffrath, Schalke-Ost und Buer-Ost) die QuartiersNETZ-Entwicklung umgesetzt. Hierzu hat am 27. Oktober 2014 eine Auftaktkonferenz stattgefunden. Es folgten über 3 Jahre hin Treffen der quartiersübergreifenden Arbeitsgruppen, Entwicklung von neuen Lernformaten und Weiterentwicklung des Freiwilligenprofils „Technikbotschafter“  und „Techniklotsen“ sowie die Erstellung von Quartiersplattformen.

Das Forschungsinstitut Geragogik war in besonderer Weise für zwei Teilprojekte verantwortlich: zum Ersten partizipativ mit interesierten Bürgern ein Konzept für die Schulung und Beratung von ehrenamtlich tätigen Technikbotschafter*innen zu entwickeln und zu erproben, um durch die Initiative von Freiwilligen auch Personen zu erreichen, die bisher wenig Anschluss an das öffentliche soziale Leben finden konnten. Zum Zweiten war FoGera für den Transfer der Anliegen und Ergebnisse zuständig. Projektleitung: Prof. Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, verantwortlich für das Teilprojekt „Technikbegleitung“: Janina Stiel.

Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen. Zum Transfer der Projektergebnisse in die Kommunen hat eine Transferkonferenz am 28. Juni 2018 in Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen stattgefunden. In einer Übergabekonferenz am 9. 10. 2018 wurde die Weiterentwicklung und Begleitung in die Hand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Generationennetzes Gelsenkirchen gelegt.

Zum Transfer der Projektergebnisse sind im Herbst 2018 in Herausgeberschaft von FoGera und der FH-Dortmund fünf Handbücher im Eigenverlag herausgegeben worden. Diese Handbücher geben praxisnah Anregungen, wie ein Quartiersentwicklungsprozess „real und digital“ gelingen kann. Die Bücher sind über FoGera erhältlich und können ebenfalls auf der Website des Projektes als pdf-Datei kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Weitere Informationen zum Projekt: www.quartiersnetz.de

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