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Qualitätsziele offene Altenarbeit und Altersbildung

Forschungsinstitut Geragogik > Publikation zum Projekt „Selbstbestimmt – mein Quartier gewinnt! (PiA 2)“ jetzt online

Publikation zum Projekt „Selbstbestimmt – mein Quartier gewinnt! (PiA 2)“ jetzt online

„Alle zehn Jahre werden wir (…) mit zweieinhalb zusätzlichen Lebensjahren beschenkt, (…)
jeden Tag mit sechs Stunden. (…) Ein 2010 in Deutschland geborenes Baby wird mit
mindestens 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit hundert Jahre alt“ (Schwentker/Vaupel 2011,
S. 5).
Das Zitat von Schwentker und Vaupel verdeutlicht die demografische Alterung und
beschreibt den Prozess hin zu einer Gesellschaft des langen Lebens. Neben der Tatsache,
dass die Menschen immer älter werden, haben die Menschen zudem ein längeres
gesundes Leben vor sich. Ein 65-Jähriger ist heute so gesund wie ein 55-Jähriger im Jahre
1970.
Aus diesen Veränderungen der Altersstruktur sowie der Zunahme der Gruppe der
gesunden und „fitten“ älteren Menschen ergeben sich insbesondere für die Kommunen
weitgehende Gestaltungsaufgaben. Städte und Gemeinden erkennen zunehmend die
Bedeutung des demografischen Wandels, was sich in einer verstärkten
Auseinandersetzung mit der Thematik widerspiegelt. Dabei wächst auch die Erkenntnis,
dass es nicht ausreicht, die Gestaltung des kollektiven Alterungsprozesses ausschließlich
auf den Pflegesektor auszurichten, sondern zudem unter dem Blickwinkel der Potenziale
und der Partizipation älterer Menschen zu erfolgen hat. Ältere Menschen waren niemals
vorher so vital, so gebildet und so kompetent. Zudem hatte keine Generation Älterer zuvor
ein stärkeres Interesse an der aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als die jetzige
Generation. Für diese gesellschaftspolitische Engagement- und Partizipationsbereitschaft
der SeniorInnen sind entsprechende gesellschaftliche Ermöglichungsstrukturen in den
Kommunen zu schaffen. Ein zentrales Ergebnis des Projekts „Altengerechte Stadt“, das
von Januar 2004 bis September 2005 in Trägerschaft der Landesseniorenvertretung
Nordrhein-Westfalen e.V. durchgeführt und vom früheren Ministerium für Gesundheit,
Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wurde, ist die
Feststellung, dass Stadtverwaltungen, Seniorenvertretungen und Wohnungsunternehmen
dem Thema „Partizipation“ große Relevanz beimessen, das Thema allerdings selten in der
kommunalpolitischen Praxis vorkommt. Wesentliche Gründe für diese Diskrepanz sind
unter anderem Umsetzungsprobleme beispielsweise aufgrund fehlender Konzepte und
Leitbilder (Grymer u.a. 2005). Daher suchen viele Städte und Gemeinden nach
Anregungen und Hinweisen zum Aufbau von entsprechenden Strukturen, denn das
kommunale Engagement von SeniorInnen wirkt sich positiv auf das Stadtklima aus, stärkt
das Gemeinwesen und erhöht somit die Attraktivität der Kommune für alle Generationen.
SeniorInnen können neue Verantwortungsrollen übernehmen, sich sinnvoll entsprechend
ihrer Bedürfnisse und Fähigkeiten engagieren und durch ihr Tätigsein Selbstbewusstsein
entwickeln.
Vor diesem Hintergrund führte das Forschungsinstitut Geragogik (FoGera) von 2007-2010
das Projekt „Partizipation im Alter in den Kommunen Nordrhein-Westfalens“ durch,
finanziert durch das damalige Ministerium für Generationen, Frauen, Familie und
Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI). Ein Ergebnis des Projektes war
unter anderem die Tatsache, dass für die Kommunen die Herausforderung darin bestand,
die in den drei Jahren geschaffenen Grundlagen für Partizipationsprozesse sowie die
erprobten Maßnahmen systematisch und strukturell nachhaltig in den ausgewählten
Quartieren und Stadtteilen zu verankern. Die offene Frage nach der Schaffung
entsprechender Rahmenbedingungen für Nachhaltigkeit führte daher dazu, dass 2010 in
den zwei Modellstandorten Gladbeck und Troisdorf ein Anschlussprojekt mit dem Titel
„Selbstbestimmt – mein Quartier gewinnt! (PiA 2)“ folgte, welches ebenfalls durch das
Ministerium, dem heutigen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des
Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) finanziert wurde. Die beiden Projekte, „Partizipation
im Alter in den Kommunen Nordrhein-Westfalens“ und „Selbstbestimmt, mein Quartier
gewinnt (PiA2)“ sind daher als ein fortlaufender Prozess zu verstehen, der über insgesamt
sechs Jahre verlief.
Der vorliegende Abschlussbericht resümiert die zentralen Ergebnisse des Projektes und
legt den Fokus auf den Verlauf und die Ergebnisse des Projektes PiA2.

Den vollständigen Abschlussbericht finden Sie hier Abschlussbericht_PiA12 2014

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