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„Ich nehme viel mit!“

Mehrfach erfolgreich: 1. Herbstakademie „Partizipation älterer
Menschen im Gemeinwesen fordern, fördern und zulassen“ des Forum Seniorenarbeit NRW am 29. und 30.Oktober 2012

Ein Erfolg in Zahlen

Die 1. Herbstakademie des Forum Seniorenarbeit NRW war schon rein zahlenmäßig ein Erfolg: Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der zweitätigen Veranstaltung am 29. und 30. Oktober in Köln teil. Für die Veranstalter war die große Nachfrage – trotz Erhöhung der Teilnehmerzahl konnten nicht alle Interessierten teilnehmen – ein eindeutiges Zeichen für die Aktualität des Themas „Partizipation älterer Menschen“.

Ein Erfolg in Lernerfahrungen

Ebenso wichtig wie das Interesse an der Herbstakademie waren die Lernerfolge bei den TeilnehmerInnen: Die 1. Herbstakademie wollte durch abwechslungsreiche und aktivierende Methoden möglichst viel Gelegenheit bieten, in den Austausch zu kommen, Fragen zu stellen und Erfahrungen einzubringen.

„Lernen heißt nicht lesen. Wir lernen, indem wir mit anderen Menschen sprechen, einen emotionalen Bezug zum Thema entwickeln und dessen Relevanz schätzen. Indem wir Dinge in eigenen Worten wiederholen, eigene Perspektiven mit anderen rückkoppeln und am Ende das Gelernte sinnvoll in den eigenen Alltag integrieren.“ beschreibt Daniel Hoffmann, Projektleiter des Forum Seniorenarbeit NRW, den Ansatz der Herbstakademie.

In die Tat umgesetzt wurde dies durch ein abwechslungsreiches Programm: Ministerialdirigent Markus Lessmann, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW begrüßte die TeilnehmerInnen. In einer Podiumsdiskussion stellten Dorothea Glauner, Vorsitzende Seniorenbeirat Wuppertal, Monika Klemz, Leiterin Amt für Soziales und Integration, Stadt Hilden und Klaus-Hermann Rössler, Beigeordneter der Stadt Bergheim vor, wie sie Partizipation älterer Menschen gemäß dem Akademiemotto „fordern, fördern und zulassen“.

Im Anschluss stellten sich in 16 Workshops Projekte, Initiativen und Vereine aus NRW vor, die die Partizipation Älterer höchst unterschiedlich fördern, entwickeln oder wissenschaftlich begleiten. In Gruppen von maximal 20 Personen diskutierten die haupt- und ehrenamtlichen ImpulsgeberInnen mit den TeilnehmerInnen, welche Voraussetzungen, Herausforderungen und Bedarfe die Partizipation z.B. im ländlichen Raum, in der virtuellen Welt, in Bezug auf die Lebensqualität oder im Hinblick auf Lesben, Schwule oder Menschen mit Migrationshintergrund hat. Verschiedene Modelle von Partizipation wie ZWAR-Netzwerke, Seniorenvertretungen oder Nachbarschaftshelfer wurden offen und kritisch diskutiert.

Am Abend des ersten Tages gab die schwul-lesbische Altentheatergruppe Gold & Eden einen Einblick in die Vielfalt der älteren Menschen. Der Tag klang in informeller Atmosphäre im osteuropäischen KulturzentrumVilla Ignisaus.

Nach einer Workshoprunde und dem Speaker’s Corner – einer Art Marktplatz, in der die einzelnen Workshops vorgestellt wurden – bildete am zweiten Tag ein Worldcafé, bei dem sich die TeilnehmerInnen zu Methoden, Motivation, Erkenntnissen und Wünschen austauschten, den Abschluss der 1. Herbstakademie.

Die Rückmeldungen der TeilnehmerInnen zeigen, dass das Konzept des Lernens durch Austausch aufgegangen ist: „Was wir an den beiden Tagen gelernt haben, motiviert uns sehr,“ fasst ein Teilnehmer zusammen, „Ich kam mit der leichten Arroganz, dass ich mich sehr gut in dem Thema auskenne und höchstens meine Erfahrungen weitergeben kann. Ich bin eines Besseren belehrt worden und nehme viel mit!“

Ein Erfolg in der Teilnehmergruppe

Besonders erfreut hat die Veranstalter, dass sie unterschiedliche Zielgruppen in den Austausch bringen konnten: Hauptamtliche, die das Engagement und die Beteiligung Älterer unterstützen; Ehrenamtliche, die z.B. in Seniorenvertretungen, Nachbarschaftsprojekten oder Bildungsinitiativen die Gesellschaft mitgestalten und VertreterInnen aus der Verwaltung, die das Thema Bürgerengagement in ihrer Strukturen integrieren wollen.

Die Mischung sagte auch den TeilnehmerInnen zu:„Mir hat sehr gut gefallen, dass mit vielen verschiedenen und unterschiedlichen Akteuren in der Seniorenarbeit fachliche Gespräche geführt werden konnten und dass dazu die fachlichen Inputs vorbereitet und angeboten wurden“, beschreibt es eine Teilnehmerin.

Die 1. Herbstakademie wurde veranstaltet vom Forum Seniorenarbeit NRW in enger Kooperation mit dem „Evangelischen Zentrum für innovative Seniorenarbeit“, dem Forschungsinstitut Geragogik, der Initiative „Immer dabei – Landeskoordination für ältere Lesben und Schwule“, der lagfa-Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen NRW, der LaS-Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW, der LSV-Landes-seniorenvertretung NRW, der Paritätischen Akademie NRW und der ZWAR-Zentralstelle NRW.                      
Die 1. Herbstakademie ist der Auftakt für weitere Herbstakademien zu aktuellen Themen der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit.

Fotogalerie zur 1. Herbstakakademie:
unser-quartier.de/blog/2012/10/31/fotostrecken-der-herbstakademie-2012/

Das Forum Seniorenarbeit NRW schafft neue Wege für Information, Transfer und Vernetzung zur gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit in Nordrhein-Westfalen. Es bietet Publikationen über aktuelle Entwicklungen in NRW, bringt Akteure aus Zivilgesellschaft und Kommune zusammen und unterstützt deren langfristige Vernetzung.

 

Kontakt: Gabi Klein // Forum Seniorenarbeit NRW // c/o Kuratorium Deutsche Altershilfe gabi.klein@kda.de // Tel.: 02 21 / 93 18 47-18 // www.forum-seniorenarbeit.de

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