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QZiele Offene Altenarbeit

Qualitätsziele offene Altenarbeit und Altersbildung

Forschungsinstitut Geragogik > Projektinformationen

Projektinformationen

Ausgangslage

Henkel ist ein Unternehmen, das sich besonders durch eine alternsgerechte Personalpolitik auszeichnet. Beleg dafür ist unter anderem der Internationale Arbeitgeberpreis der American Association of Retired Persons (AARP) aus dem Jahre 2010. Diese alterssensible Unternehmenspolitik drückt sich auch darin aus, Verantwortung für die aus Altersgründen ausgeschiedenen Beschäftigten zu übernehmen. So haben Pensionäre die Möglichkeit, sich in der Gemeinschaft der Henkel-Pensionäre e.V. (GdHP) zu engagieren. Der Verein betreut ehemalige Beschäftigte des Unternehmens sowie Witwen und Witwer und vertritt deren soziale und kulturelle Interessen. Damit gibt Henkel ein gutes Beispiel dafür, dass sich auch Unternehmen den Herausforderungen der alternden Gesellschaft stellen. Die demografische Entwicklung ist allerdings mit vielen grundlegenden Veränderungen verknüpft, die auch die GdHP – im Sinne einer lernenden Organisation – vor neue Aufgaben stellt.

Die Differenzierung des Alters, neue Altersbilder, der Altersstrukturwandel und die Aufwertung der Lebensphase Alter mit enormen individuellen und gesellschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten und –notwendigkeiten macht auch nicht vor der Gemeinschaft der Henkel-Pensionäre halt. So ergibt sich beispielsweise die Herausforderung, jüngere Pensionäre zu erreichen, um ausscheidende Gruppenkontakter (LeiterInnen von Interessensgruppen) zu ersetzen.

Das Forschungsinstitut Geragogik wurde beauftragt, das Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit dem Ziel einer Evaluation der Aktivitäten der Gemeinschaft der Henkel-Pensionäre durchzuführen.

 

 Projektziele

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Einführung von grundlegenden Innovationen in Formen und Inhalten zur Förderung von Partizipation in der Gemeinschaft der Henkel-Pensionäre.
  • Entwicklung einer „Vier-in-einem-Perspektive“:  Stärkung der Potenziale in der Erwerbsarbeit bei älteren Beschäftigten/  Stärkung von Familienarbeit (z.B. bei Enkelkindbetreuung, Pflege von Eltern)/  Ausrichtung auf Gemeinwesenarbeit im Zusammenhang der GdHP-Aktivitäten/  Stärkung der Persönlichkeitsentfaltung. Dies könnte z.B. bedeuten, statt „Vorruhestandsseminare“ Seminare unter der Überschrift „Vier- (oder Drei-) in-einem-Perspektive“ zu entwickeln.
  • Paradigmenwechsel in der Fortentwicklung der Arbeit der GdHP, die stärker auf die Ermöglichung von gemeinschaftlichem Engagement zielt und weniger Angebotscharakter besitzt.
  • Forcierung einer neuen Beteiligungskultur im Sinne eines Wertewandels, der besonders auf die nachberuflichen Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse ausgerichtet ist und Kooperations- und Kommunikationsmöglichkeiten schafft.
  • Erhalt und Fortentwicklung von Lebensqualität wird durch gemeinsames, selbstbestimmtes und lebenslanges Lernen in partizipativen lebenslauforientierten Entwicklungsprozessen gesichert.
  • Erweiterung der Zielgruppe auf ältere Arbeitnehmer, damit diese sich auf den Übergang zur nachberuflichen Lebensphase rechtzeitig einstimmen können. Dabei ist das Miteinander von Jüngeren und Älteren in der GdHP unverzichtbar, um die Bereitschaft für Engagement und Vernetzung zu schaffen.
  • Aus dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt werden Tools (Arbeitsinstrumente) entwickelt, die die Anwendung der Projekterkenntnisse in die soziale Praxis sichern.
  • Sicherung der Nachhaltigkeit der Innovationen durch den Aufbau von tragfähigen Strukturen, die eine lernende Organisation kennzeichnen.

 

Erkenntnisleitende Fragen

Im Zentrum des Projekts steht die Beantwortung folgender erkenntnisleitender Fragen, die im Laufe des Forschungsprozesses weiter ausdifferenziert werden:

1. Wie können neue Pensionäre und somit jüngere Vertreter für die GdHP gewonnen werden? Wie erreicht man besonders die älteren gewerblichen Arbeitnehmer?

2. Wie können neue „Gruppenkontakter“ gewonnen werden?

3. Wie kann eine win-win-Situation geschaffen werden, bei der sowohl die GdHP als auch die Firma Henkel Gewinner sind?

4. Wie bleibt die GdHP integrativer Bestandteil des Unternehmens?

 

Untersuchungsdesign

Die Umsetzung dieser grundlegenden Innovationen erfordert ein systematisch wissenschaftlich begründetes Vorgehen, das in sieben Phasen beschrieben werden kann:

1. Installieren einer Steuerungsgruppe

2. Weitere Klärung, Differenzierung und Operationalisierung der dem Projekt zugrunde gelegten Fragen und Hypothesen

3. Untersuchung der Ausgangslage der GdHP mittels eines Methodenmix der quantitativen und qualitativen Sozialforschung (schriftliche Befragung, Gruppendiskussionen etc.)

4. Präsentation und Diskussion der Untersuchungsergebnisse z.B. im Vorstand der GdHP, aber besonders auch mit der Zielgruppe und Entwicklung von Handlungsschwerpunkten

5. Entwicklung eines konkreten Handlungsprogramms

6. Implementierung der Vorschläge in die soziale Praxis und Evaluierung

7. Sicherung von Nachhaltigkeit.

 

Den gesamten Prozess plant, führt durch und evaluiert FoGera dialogisch in enger Abstimmung mit der Steuerungsgruppe, die sich aus Verantwortlichen der GdHP und Henkel zusammensetzt.

 

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