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Informationen zur wissenschaftlichen Begleitforschung der Qualitätsinitiative

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12 Qualitätsziele der offenen SeniorInnenarbeit und Altersbildung

12 Qualitätsziele für die Gemeinwesenorientierte SeniorInnenarbeit

 

Qualitätsrad

12 Qualitätsziele für die Gemeinwesenorientierte SeniorInnenarbeit – Aktuelle Version Stand 25.11.2014


 

Ausgangslage

Im Rahmen einer Qualitätsinitiative wollen die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, die kommunalen Spitzenverbände des Landes, die Landesseniorenvertretung NRW, die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW und das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW durch die Qualifizierung von Mitarbeitenden gemeinsam einen Beitrag zur fachlichen und qualitativen Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit leisten (vgl. » Strategiepapier „Qualitätsoffensive in der Gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit“ (391 kb) der benannten Partner). Gegenstand dieser bisher beispiellosen Qualitätsinitiative sind Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeitende aus der Seniorenarbeit, die auf den zwölf im Projekt „Offene Altenarbeit und Altersbildung in den Wohlfahrtsverbänden“ entwickelten Qualitätszielen basieren.

 

Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitforschung

FoGera soll die Qualitätsinitiative kontinuierlich wissenschaftlich begleiten. Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung ist es, die Wirkungen der Qualitätsinitiative durch Erhebungen und Analysen zu beobachten und zu dokumentieren sowie förderliche und hinderliche Faktoren zu identifizieren.

Die Begleitforschung unterstützt parallel zur Projektlaufzeit die beteiligten Partner bei der Umsetzung der Qualitätsinitiative. Dabei stehen Prozessbegleitung und Rückkopplung von Evaluationsergebnissen im Vordergrund (im Sinne eines formativen Evaluationsverständnisses). Durch kritische Reflexion der Gesamtmaßnahme und Auswertung sowie Dokumentation der einzelnen Maßnahmen will die Begleitforschung empirisch abgesicherte Erkenntnisse liefern, um die Ziele gemäß dem gemeinsamen Positionspapier „Qualitätsinitiative in der Gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit“ zu erreichen.

Die wissenschaftliche Evaluation des Projekts begreift sich als Methode zur Informationsgewinnung und systematisches Verfahren zur Informationsbewertung anhand offen gelegter Kriterien, die eine intersubjektive Überprüfbarkeit ermöglichen. Die Evaluation wird in dem Projekt also nicht nur Erkenntnisse liefern, sondern auch einen Nutzen für die praktische Soziale Arbeit der Wohlfahrtsverbände in der Seniorenarbeit stiften. Sie wird Prozesse der Qualifizierung und der Implementierung der Qualitätsziele in die soziale Praxis transparenter machen, Wirkungen und Zusammenhänge dokumentieren. Damit sollen Informationen gegeben werden, um Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung der Qualifizierung treffen zu können.

 

Prinzipien der Evaluation

  • Explorativ: Neues entdecken und empirisch begründete Theorien entwickeln.
  • Offen: Untersuchungspersonen, Unterschungsgegenstand, Untersuchungs-methoden konturieren sich im Prozess. Untersuchungsgegenstand und Untersuchungsfortschritt bestimmen die Methoden, wie meist in der qualitativen Forschung.
  • Prozesshaft: Qualitative Methoden berücksichtigen den Prozesscharakter.
  • Kommunikativ: Die Kommunikation der Evaluatoren mit den Prozessbeteiligten (dazu gehören neben den beteiligten Personen auch die Organisationen) ist integrativer Bestandteil der Evaluation.

 

Drei Phasen der wissenschaftlichen Begleitforschung

1. Ausgangsanalyse vor dem Beginn der Qualifizierung (Ex-ante-Evaluation)

• Klare und eindeutige Zielformulierungen der Evaluation (Diffusität vermeiden, gründliche Zieloperationalisierung,)

• Analyse der Ausgangssituation:

– Curriculumanalyse (Untersuchung der Qualifizierung in inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Hinsicht)

– Leitbild, Zielgruppe, Angebot der Einrichtung, in der die QZ eingeführt werden.

– Ausgangsmotivation der zu Qualifizierenden.

Es werden qualitative Methoden mit explorativem Charakter verwendet wie z.B.: Dokumentenanalyse, Experteninterviews, Gruppendiskussionen, Themenworkshops

 

2. Wirkungsanalyse während der Durchführung der Qualifizierung (On-going-Evaluation)

Die Qualifizierung wird begleitend evaluiert. Die eher formative Evaluierung ist schleifenartig angelegt und erfolgt besonders in der Qualifizierungsphase des Projekts. Durch einen kontinuierlichen Dialog und Reflexionsprozess können Korrekturen und Umsteuerungen vorgenommen werden. Kommunikative Auswertungsverfahren von Projektbesprechungen, Workshops u.a. kommen zur Anwendung.

 

3. Ergebnisanalyse (Ex-post-Evaluation)

Zum Ende der Evaluation werden Ergebnisse zusammengefasst und die Qualifizierungen bilanziert. Durch Befragungen werden Ziele und Ausgangssituation mit dem Erreichten verglichen. Die Kunst besteht hier darin, Methoden anzuwenden, die den realen Fortschritt valide abbilden können.

Die genauere Beschreibung der Phasen hängt von der Auswahl der Praxisfelder ab, in denen die Qualitätsentwicklung stattfinden wird.

 

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