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Projektbeschreibung

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 Projektlaufzeit: 01.09.2010 – 31.08.2013

Projekthintergrund
Das von 2007 bis 2010 durchgeführte Projekt „Partizipation im Alter in den Kommunen Nordrhein-Westfalens“ (PiA) hat in den vier Städten Bergheim, Gladbeck, Tönisvorst und Troisdorf modellhaft Partizipationsprozesse älterer Menschen initiiert.
Die Umsetzung des Paradigmenwechsels in der Seniorenpolitik zielt in erster Linie auf die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen. Darüber hinaus werden Voraussetzung dafür geschaffen, dass ältere Menschen länger – möglichst bis zum Lebensende – in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben und dadurch ökonomische Belastungen, die durch den Ausbau von Versorgungsstrukturen entständen, vermieden werden können. Daher ist PiA Teil einer präventiven SeniorInnenpolitik, die nicht nur älteren Menschen selbst zu Gute kommt, sondern auch eine wirtschaftliche Relevanz hat. Wer selber einkauft, wer mit Anreizen und Anforderungen im Wohnumfeld und im Quartier konfrontiert wird, wer also am gesellschaftlichen Leben partizipiert, entwickelt sich weniger schnell zum Pflegefall.
Aufgrund dieser Erkenntnisse führt FoGera, im Auftrag vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, in den zwei Modellkommunen Gladbeck und Troisdorf die bisherige Arbeit unter einer konzeptionellen Neuausrichtung weiter, um die bisherigen Partizipationsprozesse systematisch und strukturell nachhaltig in den Stadtteilen zu verankern. 

Projektziel
In dem neuen Projekt, das auf die bisher geschaffenen Strukturen in den Städten zurückgreifen kann und den Aspekt der Nachhaltigkeit gewährleisten will, geht es im Wesentlichen um zwei Aufgaben mit folgenden erkenntnisleitenden Fragestellungen:

1. Wie ist ein integratives Gesamtkonzept für ein Quartier zu entwickeln, das der Vielfältigkeit des Alters und den unterschiedlichen Phasen des Alters sowie der damit verbundenen Schnittstellenproblematik zwischen Versorgung und Aktivierung gerecht wird?
Wie sind Partizipation, Kooperationen und ein kleinräumiger Ansatz in einem städtischen Gesamtkonzept zusammenzuführen und für die Praxis umsetzbar?

 2. Eine zentrale Aufgabe für die Weiterentwicklung von Partizipationsprozessen besteht darin, das in Ansätzen aufgebaute Vertrauen der SeniorInnen zu den Partizipationsprozessen zu stärken, indem es zu einer engeren Verzahnung der Arbeit der Partizipationsförderer mit dem Alltagsleben der SeniorInnen kommt. Um diese Aufgaben systematisch und zielgerichtet voranzutreiben, bietet es sich an, die bisherigen eingeleiteten Maßnahmen des Projekts konzeptionell auf das Prinzip der Gemeinwesenarbeit (GWA) zu beziehen und weiterzuentwickeln. 

Zeitplan und methodisches Vorgehen
Das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren (01.09.2010-31.08.2013) ist grob in vier Projektphasen zu gliedern:

Projektphase 1 (01.09.2010 bis 31.12.2010):
In der ersten Projektphase werden gemeinsam mit den Städten konkrete Vorhaben in einem stimmigen Gesamtkonzept entwickelt. Hierbei geht es um eine strategische Zielsetzung sowie der eventuellen Überarbeitung der bisherigen Strukturen und Kooperationspartner.

Projektphase 2  (1.1.2011 bis 31.5.2011):
Auf der Basis des Prinzips der Gemeinwesenarbeit und der Methoden der Sozialraumforschung (Nadelmethode, Sozialraumbegehung etc.) erfolgt mit den SeniorInnen und den beteiligten Akteuren im Dialog eine Entwicklung von präzisen, konkreten Maßnahmen und Vorhaben. Der Fokus liegt dabei darauf, wie die bereits in den Städten entwickelten Themen nachhaltig und auf breiter Ebene umgesetzt werden können.

Projektphase 3 (1.6.2011 bis 30.4.2013):
Hier steht im Vordergrund, das stimmige Gesamtkonzept mit seinen einzelnen aufeinander abgestimmten Vorhaben auf der Basis des Prinzips der GWA in die soziale Praxis umzusetzen.
Dabei ist von dem Grundsatz auszugehen, dass das institutionelle Design demokratischer Partizipation authentische und nachhaltige Teilhabe ermöglichen muss. Reformprozesse sind als kommunikativer und demokratischer Prozess zu organisieren.
Die Partizipationsförderer werden bei den einzelnen Teilhabe schritten und -vorhaben teilweise gecoacht. In Reflexionsworkshops erfolgt eine kollegiale Beratung, Reflexion und Qualifizierung.

Projektphase 4 (1.5.2013 bis 31.8.2013):
In der vierten Projektphase findet eine Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse des Gesamtprojekts statt. Der Fachöffentlichkeit werden die Ergebnisse z.B. in Form von Publikationen und Fachtagungen, Workshops vorgestellt. Der Bericht wird besonders die Beschreibung eines Modells zur Etablierung eines Partizipationsmodells beinhalten, das auf einem ganzheitlichen Konzept angelegt ist, das die differenzierten Lebenslagen im Alter – zwischen den Polen von Defiziten und Potenzialen – erfasst.

Beteiligte Städte

Stadt Gladbeck
Willy-Brandt-Platz 2
45964 Gladbeck
Telefon: 02043-99 0
Fax: 02043 / 991130
www.gladbeck.de

Stadt Troisdorf
Kölner Straße 176
53840 Troisdorf
Telefon: 02241 / 900-0
Fax: 02241/ 900-800
www.troisdorf.de

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